“Einführung von DMP ist Chance für die ASV”

Pressemitteilung vom 16.9.2014 (Download als PDF)

München, 16. September 2014: Die Einführung von Disease Management Programmen (DMP) kann eine Chance für die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) sein. Das teilte der Bundesverband ambulante spezialfachärztliche Versorgung e.V. (Bundesverband ASV) heute in München mit. Damit reagierte er auf die Ankündigung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die Einführung von DMP unter anderem für chronische Herzinsuffizienz und rheumatoide Arthritis zu prüfen. Für schwere Verläufe dieser Krankheiten ist bereits eine Aufnahme in die ambulante spezialfachärztliche Versorgung geplant.

Als Vorteil dieser Entwicklung für die ASV sah der Bundesverband die Tatsache, dass in den DMP bereits seit fast zehn Jahren eine strukturierte elektronische Dokumentation vorgesehen ist. In der ASV fehlt eine solche Vorgabe bislang. „Damit ist der G-BA jetzt aufgefordert, auch in der ASV eine solche Dokumentation umzusetzen. Es wäre widersinnig, für leichte Verläufe im DMP eine solche Datenerhebung vorzusehen, aber schwere Fälle in der ASV davon auszunehmen. Denn gerade die Behandlung dieser schwerkranken Patienten bedarf eines Datenaustauschs im Behandlerteam“, so Verbandsvorstand Dr. Axel Munte. Der Bundesverband ASV fordert bereits seit 2012 die Dokumentationspflicht für die ambulante spezialfachärztliche Versorgung.

Gleichzeitig warnte der Bundesverband jedoch vor einer Zersplitterung der Versorgung. „Es ist unbestritten, dass strukturierte Versorgungsansätze für diese Patienten sinnvoll sind“, stellte Verbandsvize Dr. Wolfgang Abenhardt fest. „Doch solche Ansätze müssen ineinander greifen. Der zuständige G-BA darf seine Konzepte nicht unkoordiniert umsetzen.“ Es bestehe das Risiko, dass Versorgungsprogramme wie DMP oder ASV parallel, ohne definierte Schnittstellen und womöglich mit widersprüchlichen Anforderungen gestaltet werden. “Eine koordinierte Umsetzung der DMP und ASV bei chronischer Herzinsuffizienz und rheumatoider Arthritis vermeidet Doppelstrukturen und bietet eine große Chance für eine bessere Patientenversorgung“, so Munte.

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