GBA setzt Zeichen: Fallakte endlich Pflicht in der ASV

Pressemitteilung vom 09. Februar 2015 (Download als PDF)

Die gemeinsame Dokumentation ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV). Das teilte der Bundesverband ambulante spezialfachärztliche Versorgung e.V. (BV ASV) heute in München mit. In der Ende Januar beschlossenen Konkretisierung zu den gynäkologischen Tumoren hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) festgelegt, dass ein zeitnaher Zugriff aller Kernteammitglieder auf die Befund- und Behandlungsdokumentation unter Beachtung des Datenschutzes möglich sein muss.

„Endlich wird klargestellt, dass in der ASV eine gemeinsame Fallakte geführt werden muss“, begrüßte Verbandsvorstand Dr. Axel Munte die Entscheidung des GBA. „Damit kommt der GBA einer wesentlichen Forderung unseres Verbandes nach.“ Munte setzt sich bereits seit Jahren für die Nutzung von IT-Lösungen in der medizinischen Versorgung ein. „Gerade für Patienten mit onkologischen Erkrankungen ist im Notfall ein schneller, unkomplizierter Zugriff auf die relevanten Behandlungsdaten von überlebenswichtiger Bedeutung“, ergänzte Dr. Wolfgang Abenhardt, stellvertretender Vorstand und selbst niedergelassener Onkologe.

Der Verband fordert nun eine gesetzliche Verankerung und Förderung der elektronischen Vernetzung, um den beteiligten Ärzten und Kliniken mehr Rechtssicherheit zu geben. „Das E-Health Gesetz sieht eine finanzielle Förderung für Entlass- und Arztbriefe vor. Diese Förderung muss auf den Befundaustausch in der ASV ausgeweitet werden“, so Abenhardt.

Weiter plädiert der Verband dafür, diese gemeinsame Dokumentation nicht nur für das Kernteam vorzusehen, sondern auch auf die hinzuziehenden Fachärzte zu erweitern. „Eine umfassende Versorgung von schwerstkranken Patienten kann nur mit einer gemeinsamen Dokumentation aller beteiligten Fachärzte im ASV-Team gesichert werden“, erklärt Munte.

 

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