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Eine Teilnahme an der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) setzt grundsätzlich eine gesicherte Diagnose einer ASV-relevanten Erkrankung voraus. Nur bei seltenen Erkrankungen ist auch bei Vorliegen einer Verdachtsdiagnose eine ASV-Teilnahme möglich.

Bei schweren Verlaufsformen von Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen (z.B. Rheuma) erfordert die ASV-Teilnahme eine Überweisung durch einen Vertragsarzt. Für andere ASV-Krankheiten wird in den indikationsspezifischen Anlagen festgelegt, ob eine Überweisung notwendig ist. Für Patienten aus dem stationären Bereich ist keine Überweisung nötig, dasselbe gilt für Patienten von Vertragsärzten, die zugleich ASV-Ärzte sind. Welche Vertragsärzte überweisungsberechtigt sind, wird in den Anlagen zur ASV-Richtlinie geregelt. Die Überweisung kann für ein oder mehrere Quartale gelten, soll aber regelmäßig daraufhin überprüft werden, ob die Indikation nach wie vor vorliegt.

Der in die ASV überweisende Arzt informiert den Patienten über die Zuweisung in die ASV. Die Patienten erhalten dann beim Erstkontakt mit der ASV allgemeine Informationen über diese Versorgungsform sowie die Zusammensetzung und das Leistungsspektrums des behandelnden interdisziplinären Teams. Diese Information des Patienten ist durch den ASV-teilnehmenden Arzt zu dokumentieren.

Nach Abschluss der ASV-Behandlung ist den Patienten eine schriftliche Information über die Behandlungsergebnisse und das weitere Vorgehen zur Verfügung zu stellen. Wird die Behandlung außerhalb der ASV durch Ärzte fortgesetzt, die nicht zum Kernteam gehören, so sind ein patientenverständlicher Entlass-/Überleitungsbrief sowie eine Anleitung zur Fortsetzung der Arzneimitteltherapie bereit zu stellen. Außerdem ist der überweisende Facharzt über das Ende der ASV-Behandlung zu informieren.